10. April 2017

Irgendwo über dem Mittelmeer

Getreu des Themas meines letzten Blogeintrags letzte Woche habe ich mich ein paar Tage vom Leben „auftanken“ lassen, so dass der Motor für diese neue Woche auf Hochtouren laufen kann.
Mallorca hat mich wieder einmal gelehrt, das Leben zu genießen. Gleichzeitig haben mir all die Arbeit und die Drehs auf der Insel einer bestimmte Botschaft näher gebracht und sie mir beinahe täglich um die Ohren geworfen: One thing leads to another! Eine Sache führt zu einer anderen!
Ähnlich wie Zahnräder, die inneinander greifen, um die Uhr zur richtigen Zeit 12 Uhr schlagen zu lassen. Oder so wie beim weltbekannten Domino Day. Ein kippendes Steinchen tickert die nächsten an und alles nimmt seinen Lauf.
Es müssen manchmal wirklich die verrückstesten Dinge passieren, damit bestimmte Ereignisse entstehen.
Dabei passiert es nicht selten, dass man total frustriert ist, dass etwas nicht geklappt hat, die Welt nicht mehr versteht oder man gedacht hat, man sei mit all seinem Latein am Ende.
DANACH geht einem dann meist ein Licht auf, wenn man es sich denn bewusst macht. Und genau DAS ist der springende Punkt!
Eine Freundin und auch mich selbst musste ich diese Woche sehr oft daran erinnern, dass man dem Leben ein gewisses Vertrauen entgegenbringen muss!
Diese Zweifel kennt aber jeder, oder?
Man denkt an das größte Drama, wenn etwas anders läuft, als geplant. Gerade emotionale Menschen neigen zu dieser Reaktion, haben dann schlaflose Nächte oder sind stets angeknipst, weil sie alle Sensoren „an“ haben, um nichts dem Zufall überlassen zu müssen.
Das macht auf Dauer unruhig und unfassbar müde, weil der Körper permanent versucht, ALLES zu kontrollieren. „Angst vor Kontrollverlust“ ist wohl das meistdiagnostizierte Phänomen in der Gesellschaft und ziemlich fest verankert in der deutschen Mentalität.

Deshalb sind wir wohl immer pünktlich.
Zuverlässig usw., so sagen andere über uns.
Grundsätzlich bin ich großer Fan von solchen Eigenschaften in einer unverbindlich werdenen Welt wie unserer, aber es kann damit einhergehen, dass man sich um jeden „Pups“ Sorgen macht.

Man sollte sich jeden Tag die Privilegien klarmachen, die man genießt und seine eigene inviduelle Reise beachten, die man bisher hingelegt hat. Alles hat sich doch immer irgendwie arrangiert, oder?

Bei jedem Liebeskummer gab es den tiefen Fall, danach aber auch wieder den Aufstieg und Siegeszug durch einen neuen Partner. Ohne den ersten Herzschmerz wäre man nicht der Mensch gewesen, den es für den „zweiten Frühling“ gebraucht hätte.
Ohne den verspäteteten Flug hätte man vielleicht keine Chance gehabt, diese oder jene Begegnung zu machen. Ich beispielsweise hätte ohne eine Verspätung einer Fluggesellschaft meine neue Wohnung gar nicht erst gefunden. In den „geschenkten“ 30 Minuten am Gate habe ich sie durch Zufall im Internet gefunden. Die Besichtigung und der Vertrag waren dann nur noch reine Formsache. Ist das cool oder cool?!

Mir ist klar, dass nicht jede Planänderung immer willkommen und passend ist, ABER die Fakten sind meist nicht zu ändern, man muss mit der Situation dealen und versuchen, im Rückblick zu reflektieren, ob es wirklich ein Weltuntergang ist oder im Endeffekt doch ganz gut war!
Daraus lernt man dann, entspannter zu werden und zu vertrauen. Für mich die wahre Definition von „weise“.
Nichts ist in Stein gemeißelt und Veränderungen halten uns flexibel im Geist und im Körper. Dinge ändern sich und es läuft so, wie es für uns richtig ist, nicht unbedingt so, wie wir es wollen.
Wichtiger Unterschied!
Auch die Düsseldorfer Mode-Ikone Barbara, die ich auf Mallorca letzte Woche für ÜBER DEN DÄCHERN DER STADT interviewt habe, kann von komischen Zufällen und den Irrungen und Wirrungen des Lebens ein Lied singen. Die Zahnräder ihres Lebens haben ihr ein Leben unter der Sonne Mallorca’s ermöglicht. Mehr von uns beiden und ihrer Lebensgeschichte gibt es hier im aktuellen Beitrag bei Youtube.

Also, lasst doch mal alle Zahnräder so ineinandergreifen, wie sie wollen. Beeinflussen wir das Geschehen soweit wir können und dann überlassen wir es mal…

…wem auch immer?!

Diese Woche nehmen wir es mal so, wie das Leben es für uns bereithält.
Was haltet ihr davon? Wer macht mit?

Ich bin mit euch am Start,
Euer Gerrit

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