28. Juni 2017

Köln, Rheinufer

So langsam macht sich die Urlaubsstimmung breit, alle Abiturienten haben das langersehnte „Stück Papier“ in der Hand und es geht mit großen Schritten auf den Sommer zu.
Habt ihr euren Koffer oder euren Rucksack schon gepackt?
Sonnencreme, Badesachen, Jeans und Abendgarderobe wandern immer wie selbstverständlich ins Urlaubsgepäck, aber was habt ihr in dem ganz „anderen Rucksack“, in eurem persönlichen Glücks-Koffer? Was nehmt ihr mit auf eure alltägliche Reise?
Was nehmt ihr mit durch den Tag, durch die Woche, was sammelt ihr für euer Leben, um euch selbst glücklich zu machen?

Für jeden Ausflug, jeden Urlaub und jedes Vorhaben schreiben wir uns täglich irgendwelche Listen, Zettel, Notizen, Erinnerungen und so weiter… Wir erinnern uns also selbst an die verschiedensten und meist unnötigsten Dinge. Und dann packen wir unseren Koffer voll mit viel zu vielen Hosen, Shirts, Socken, Schals, Mützen, Kosmetik und sind quasi für alle Eventualitäten gewappnet.

Auch im Leben machen es die meisten genauso, sie sind überladen von Zweifeln, Ängsten, Oberflächlichkeiten, alten Mustern. Damit packen wir dann unseren Koffer, unseren Rucksack, ja sogar unser Handgepäck voll, in das eigentlich nur das Nötigste gehört. Und dann ziehen wir los. Viele von uns können kaum laufen und brechen wortwörtlich unter der Last zusammen. Spannend finde ich immer zu sehen, was Menschen, beispielsweise am Flughafen, alles im Handgepäck haben. Also ich meine nicht in dem kleinen Koffer, sondern in der kleinen Tasche, die man so dabei hat als Reisender. Wa ist in eurer? In meiner sind Dinge, die mich wirklich glücklich machen, mir persönlich nützlich sind, mich also „glücklicher“ machen, wenn ich unterwegs bin.

Ein inspirierendes Buch, ein gutes und motivierendes Hörbuch auf dem iPhone, wenn ich zu faul zum Lesen bin. Kopfhörer, um mich „abzumelden“. Ein Notizblock, falls ich Gedanken für diesen Blog oder für Songtexte habe, ein paar Stifte, eine Flasche Wasser und ein paar kleine Snacks. Ich brauche nämlich viiiiiel Essen.
Handy und Geld natürlich auch. Das wäre quasi das, was mir ausreichen würde, selbst wenn mein Koffer nicht mitkommen würde. Was ist bei euch drin? Meiner Meinung nach sollte in dem Gepäck, welches wir durch unser Leben tragen, auch nicht viel mehr drin sein.

Wir sollten uns mit Dingen und Menschen umgeben, die uns wachsen lassen, ausschließlich. Bücher und Filme gucken, die nicht noch die Ängste vor Dunkelheit, Krieg, Tod, Mord und Kriminalität schüren, sondern die uns zum Nachdenken, mit der Nase in die, bzw. unsere eigene Realität stupsen, uns zum Lachen bringen oder auch emotional machen. Ich zum Beispiel liebe Nicholas Sparks – Filme – sie machen mich zwar auch mal traurig, bringen mich auch fast immer zum Weinen, weil sie einen Querschnitt aus der menschlichen Realität zeigen, beinhalten gleichzeitig aber auch so viel Hoffnung und gute Botschaften, von denen ich tagelang zehre. Außerdem sollten wir Menschen um uns herum haben, die uns coachen, bzw. spiegeln, die uns helfen, unseren eigenen Deckel vom Topf zu schieben, Mentoren, Lehrer, Coaches, Therapeuten, Trainer. Zusammen mit guter Musik gehören sie für mich in einen gutgepackten Rucksack. Meine Coaches waren und sind bis heute wichtige Menschen für mich, sie haben mich geprägt und wachsen lassen. Ich selbst versuche meine „Spuren im Sand“ auch Tag für Tag bei meinen Schülern zu hinterlassen.

Wir sollten aber auch bei Musik diejenige wählen, die uns gut tut. Wir sollten die Songs wählen, die wir als SOUNDTRACK UNSERES LEBENS erachten. Songs, die uns berühren, uns stark und gleichzeitig weicher machen. Einfach das Radio anzumachen und zu konsumieren, was einem vorgesetzt wird, macht einen oft „betriebsblind“, weil man es einfach über sich ergehen lässt, sich „berieseln“ lässt. Wenn zum achten Mal der gleiche Song kommt, der einen aufregt oder zum fünften Mal die „Seitenbacher“-Werbung aus der Box schallt, macht einen das auf jeden Fall nicht glücklicher. Wir selbst müssen entscheiden, was wir hören wollen und sollten bewusst hören und singen. Das Thema MUT und EINFACH MAL MACHEN habe ich hier schon oft thematisiert und meines Erachtens gehören diese beiden „Dinge“ unbedingt in das Gepäckstück eurer Wahl. Eine Schülerin hat mir gestern das wunderbare Bild des Rucksacks aufgezeigt und wenn man sich bewusst macht, dass wir all das, was wir in unseren Rucksack packen, komplett alleine tragen müssen, dann wird dabei noch klarer, wie wichtig es ist, auszusuchen, was und wen wir mitnehmen. Es gibt noch so viel mehr, das meiner Meinung nach in einen gut gepackten Rucksack gehört und jeder sollte sich darüber Gedanken machen, jeder individuell für sich. Genauso wichtig ist es aber, zu überlegen, was NICHT in den Rucksack gehört, denn auch das macht DEIN Leben glücklicher. Wer hat schon gern Rückenschmerzen oder Druckstellen? Keiner! Also, raus mit dem Ballast und dann ab in den Urlaub! Wer kommt mit?

Eine gute Woche wünsche ich euch,
Euer Gerrit

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