22. November 2017

Köln, Innenstadt

Was für eine turbulente Zeit!
Schon der Wahnsinn, was vor Weihnachten immer noch so los ist und alles passiert – Weichenstellungen, Neuorientierung, Abschiede, Startschüsse – die komplette emotionale Achterbahnfahrt! Raaaauf und ruuuunter!

Aber, das ist ist Leben! Genau deswegen haben wir uns hier auf der Erde versammelt, um uns gegenseitig zu pushen, Kraft zu geben, aufzufangen, anzupieksen und zu unterstützen.
Dann kann es auch mal runter gehen, die “Raufs” sind dadurch natürlich auch nochmal schöner! Klar!

Leider sind ja auch andere unterwegs… Eine Schülerin sagte gestern passend: “Ich habe einen Spruch gehört, den ich dir sofort erzählen wollte, der ist so großartig!

– Man muss darauf achten, wer mit dreckigen Schuhen durch deine Gedanken läuft!”

Recht hat sie!!!

So oft ist “frisch gewischt”, so oft haben wir gerade aufgeräumt, entrümpelt, alles porentief gereinigt und dann latscht jemand einfach durch!
Von der Respektlosigkeit mal ganz zu schweigen, ist es einfach eine Unart geworden, dass Menschen einfach lostrampeln, ohne zu fragen, ohne nachzudenken.
Mir wurde früher beigebracht, dass ich immer erst die Schuhe ausziehe, damit ich keine unerwünschten Spuren hinterlasse.

Wir müssen unser Umfeld immer wieder auf den Prüfstand stellen und darauf achten, wer durch unseren blitzeblank geputzten Kopf marschiert. Wir können und müssen uns aussuchen, wer Zugang bekommt!

Wir brauchen Leute um uns herum, die unsere Verrücktheit fordern und fördern, Menschen, die uns “sehen” und die eben genau darauf Acht geben, alles sauber zu lassen. Inspiration und Förderer sollten sie sein.

In einem Bericht im Fernsehen habe ich von einer Mutter-Kind-Kur gehört, die dafür sorgt, dass die meist traumatisierten Kids, die den Leidensweg ihrer krebskranken Eltern mit ansehen mussten, wieder Kind sein dürfen.

Sie werden zum Spaßhaben und Verrücktsein ermutigt. Eine Therapeutin gab ihnen zur Aufgabe, sich für den norddeutschen Herbst (ich kenne die steifen Brisen ja zu gut!) passend anzuziehen, um mit Mütze und Schal dem Wetter an der Nordsee zu trotzen. Und was dann?!
Nachdem die Kinder alle im Sand und mit Gummistiefeln herumtollten, sagte sie: “So und jetzt fasst euch an den Händen und lauft mit Karacho ins Wasser – SO WIE IHR SEID!”
Da Kinder Gott sei Dank Kinder sind, egal, was ihnen Schlimmes widerfahren ist, haben sie nicht lange gefackelt und sind einfach schreiend und lachend ins kalte Wasser gerannt!!! WARUM NICHT?! Hammer?! Hammer!

Mich hat das zutiefst berührt… Denn: Sie machen es einfach! Sie machen einfach endlich mal wieder etwas Verrücktes! Spüren sich, vergessen sich und ihre Sorgen mal! LEBEN!

Genau solche Menschen brauchen wir in unserem manchmal so grauen Alltag. Sie bringen Licht in den Herbst! Egal was passiert, egal welche Probleme die Welt, Europa, deine Stadt, deine Familie, deine Freunde oder du hast: Schnapp dir diese Menschen und sei verrückt! Tolle im Sand herum, singe total albern auf einem öffentlichen Platz oder lauf eben voll angezogen ins eiskalte Meer, lache und schrei dabei! Wie Kinder! Es ist einfach fantastisch!

Es ist wie Medizin! Wie Balsam für die Seele! Es bringt uns wieder zu uns!
Dich zu dir!

Gerade in so einer emotionalen und intensiven Zeit wie der Winterzeit sollten wir mit all unseren Sinnen bei uns sein und uns spüren!
Diese Menschen gibt es – ich hoffe, du hast solche schon um dich herum, ansonsten suche sie! Es lohnt sich!

Wir sehen uns in voller Montur im Wasser, ok?! Heute gern mal ein bisschen bekloppt, ok?!

Auf die Plätze – FERTIG – los!

Eine verrückte Woche für euch,
Euer Gerrit

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