28. November 2017
Köln, Innenstadt

Deutschland in der Koalitionskrise, Weihnachtsmarkt-Feeling an jeder Ecke, die Planungen und Vorsätze für 2018 sind in vollem Gange und dazwischen rennen alle durcheinander und suchen sich und ihren eigenen Weg – so kommt es mir vor, wenn ich momentan durch die Stadt laufe oder dem Aufmerksamkeit schenke, was um mich herum passiert. So viel passiert, so viele in der Sinnkrise?!

Was ist der „eigene“ Weg?

Was ist das, was unseren Weg zu „unserem“ macht?

Was ist eigentlich das, was uns ausmacht?!

Neben der Stimme, die ich jeden Tag bei meiner Arbeit in den Vordergrund hebe, sind es natürlich die Augen, Eigenarten, die Art, zu sprechen – sooo unendlich viele Details, die einen charakterisieren.
Sobald man aber diese Fragen stellt: „Worin bist du besonders gut? Was sind deine Talente?“ Oder gar: „Warum bist DU auf der Erde? Was ist der Sinn DEINES Lebens?“
Ja… dann gibt es Schulterzucken oder den bekannten Blick an die Decke!

Viele sehen in ihrem Dasein als Mutter, als Ernährer, in ihrem Job generell, in ihrem Verein oder in dem Ausgeben von Geld oder dem Erlangen von Statussymbolen einen Sinn. Das geht meistens auch eine sehr lange Zeit gut und fast immer, so mein Eindruck, hilft es ja auch dabei, die Antwort nach und nach zumindest einzudämmen.

Entweder durch die Bestätigung von anderen, indem sie einem aufzeigen, worin man gut ist oder durch das Ausschlussverfahrem, frei nach dem Motto: Auch der Job war‘s nicht! Danke… nächster!

DIE Antwort sind die oben genannten Daseinsgründe aber nie, sich darauf zu fokussieren reine Zeitverschwendung, bzw. sie sind höchstens Lebensergänzungen: Kinder werden groß, man wird gekündigt, krank oder die Statussymbole ändern sich mit dem Zeitgeist…

Egal, ob Schüler oder Freunde, denjenigen, die nach dem Sinn ihres Daseins suchen, denen gebe ich immer eine Antwort: Es liegt eigentlich auf der Hand, du musst es nur sehen WOLLEN.

Sänger zu sein, Tänzer, Arzt oder Ähnliches ist natürlich nach außen hin sehr offensichtlich, das Talent dazu meist mit den Sinnen sofort wahrnehmbar, aber nicht immer muss es zwingend dabei bleiben, es kann sich weiterentwickeln oder sich verändern. So wie bei mir, zu dem einen musikalischen Talent kamen weitere Passionen, nämlich das Coaching, Songwriting oder Moderieren.

Aber ist es für einen selbst eben nicht sofort wahrnehmbar, dann kann es trotzdem signifikant „da“ sein, völlig offensichtlich für andere und unbedingt nennenswert. Man muss sich suchen und auch finden lassen, der Blick der anderen ist da oft im ersten Step hilfreich.

Ein Beispiel war eine Schülerin, die so tiefgründig und besonders über Musik gesprochen hat, die die deutsche Sprache beim Singen so poetisch interpretiert hat, dass ich wusste, sie MUSS diesem Talent folgen und Songs schreiben. Ich gab ihr vor gut 10 Monaten Starthilfe und jetzt?!

Das Ergebnis ist fertig und dank ihres wahnsinnigen Ehrgeizes steht es jetz im Dezember in allen gängigen Portalen zum Download bereit!

Wahnsinn! Sie ist dem Gefühl gefolgt!

Sie hat sich sehen lassen, sich dadurch selbst erkannt und dann verwirklicht. Sie hat das getan, was sie IMMERSCHON machen wollte und deshalb heißt ihr Erstlingswerk, das sie ausschließlich mit eigenen Mitteln auf die Welt gebracht hat, auch genau so: IMMERSCHON!

https://itunes.apple.com/de/album/immerschon/1317051765

Herzlichen Glückwunsch!

Manchmal muss man lange auf den Moment warten, bis der Knoten platzt, manchmal ist die Sache früh klar, wie bei meiner jüngsten Schülerin, die ich vor einem Jahr bei einem Workshop entdeckt und danach – bis heute – gecoacht habe.

Jetzt spielt sie ihre erste Hauptrollei in einer RTL-Serie. Sie ist ihren Leidenschaften gefolgt, dem sogenannten „Ruf“, von dem Theologen oder Nonnen sprechen.

Je älter man wird, je mehr man im Leben mitmacht, mit je mehr Angst man durch seinen Alltag geht, desto schwieriger wird es, den Soundtrack seines Lebens zu hören, den Ruf… Alles zu laut, zu viel, zu wenig, zu… alles!

Mein Tipp: Für ein paar Wochen raus in die Welt da draußen! Sich wieder hören lernen, sich wieder erkennen lernen, den „Ruf“ hören!
Whatever?! Wandern, reisen, Schweigekloster oder work&travel, Sabbatjahr, pilgern!

Mein zweiter Tipp: Praktisch ist es nie, es passt nie, aber es gibt trotzdem DEN richtigen Moment!
DANN muss man aber auch gehen! Sonst sucht man ein Leben lang…

Irgendwas kann jeder besonders gut, jeder ist aus einem bestimmten Grund hier!
Manchmal verändert sich der Grund, so wie sich das Leben eben jeden Tag ändert! Oder die Koalitionsverhandlungen oder die Vorsätze für das neue Jahr!
Beginnen könnte man mit IMMERSCHON… Probiert es aus! Es ist vielleicht sogar die Lösung…

Bis zur nächsten Woche,
Euer Gerrit

 

 

 

 

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