26. Januar 2018 Hamburger Flughafen

Nach einer kurzen Nacht und einem arbeitsreichen und emotionalen Abend im Studio, wartet nun meine andere Arbeit in Köln.
Erkenntnis des Tages: Man wird nicht jünger… Ach ja…
Gleich geht es nach „oben“ in die Luft und Eurowings bringt mich nach Hause.

Vorgestern stand ich vor einer Gruppe junger Erwachser und Jugendlichen und habe ein Seminar zum Thema „Was singt dein Leben?!“ gehalten. All diese Jugendlichen suchen in einer Orientierungsphase in ihrem freiwilligen sozialen Jahr nach Zukunfts- und Berufsperspektiven.
Es war spanned zu sehen, welche Entwicklung die Generation nach mir bereits durch eine dreistündige Beschäftigung mit sich selbst durchmacht.

Da gab es die typischen und eher unnahbaren Jungs mit verschränkten Armen und einer eher abwehrenden Grundhaltung oder die schüchternen, leisen Mädels, die Angst haben, etwas falsch zu machen, aber alle konnten sich dem Thema Musik und der Wirkung des Singens nicht entziehen. Spätestens beim gemeinsamen Singen hatte es alle gepackt und das Abschlussfeedback fiel dementsprechend aus, als ich alle bat, ihre Gefühle und Gedanken nach dem Singen und dem Seminar anonym auf einen Zettel zu schreiben.
Worte wie „Liebe“, „Gemeinschaft“, „glücklich“, „befreit“, „entspannt“ standen fast auf jedem Zettel. Ausschließlich Gutes auch von den „harten“ Jungs.
Wow! Für mich als Coach ein sensationelles Gefühl, bei den Jungs und Mädels etwas hinterlassen zu haben.
Ich weiß, dass sich manche künftig an meine Worte beim Einschalten des Radios, oder beim Singen in der Dusche an mich und unser Seminar erinnern.
Ich erklärte der mich anstrahlenden Truppe dann, dass genau dieses jetzige Gefühl „oben“ ist.
Dieses „Oben“ repräsentiert das Bauchgefühl – es zeigt euch, dass ihr gerade glücklich seid. Dass es anscheinend das Richtige, etwas Gutes ist, das gerade mit euch passiert.

Alle hörten aufmerksam zu und eine Teilnehmerin gab dann noch ziemlich emotional preis, dass sie so froh sei, dass sie jetzt gerade merken würde, doch einen Bauch zu haben, der sie nicht im Stich lässt und sie künftig danach gucken wollen würde, was sie beruflich, aber auch auf‘s gesamte Leben gesehen, glücklich macht. Wow! Lektion verstanden!

Herz geöffnet, sich darauf eingelassen und eine Belohnung bekommen.

Nämlich das „Gratis-Barometer“ – eigentlich umsonst und angeboren , aber jetzt erst wiederentdeckt!
Hauptsache!

Ich bin glücklich nach Hause gefahren und trage seither den Gedanken an „oben“ mit mir herum, denn auch ich verspüre in meinem Leben Gott sei Dank dieses Gefühl. Na klar, manchmal mehr, manchmal weniger, aber da ist es immer.

Gestern im Flugzeug war es deutlich spürbar: Aufregung – es geht ins Studio nach Hamburg.
Dann beim Singen vor dem Mikro – nach den Wochen der Genesung ein totales Glücksgefühl, endlich wieder zu singen!
Am Wochenende auf Mallorca, all das, was mir so wichtig ist: Sonne, Strand, Meer, gute Gespräche und gutes Essen.
Die ersten Coachings danach und die schönen Momente mit meinen Schülern.
All das ist „oben“!

Wir alle sollten in unserem Leben für genügend „oben“ sorgen.
Warum will man auf Aussichtsplattformen des Empire State Buildings oder des Eifelturms und bezahlt sogar Eintritt? Warum klettern wir als Kinder auf Bäume? Warum machen wir Bergwanderungen?
Warum wollten Menschen fliegen?
Weil wir es lieben, oben zu sein!
Warum essen wir gern? Warum haben wir gern Sex? Warum geht es in den Urlaub? Warum shoppen?
Das alles macht uns kurzfristig glücklich und gibt uns ein gutes Gefühl, eben dieses Gefühl!
Und das sollten wir genießen und in jeglicher Form leidenschaftlich zelebrieren. Aber was bringt es, wenn es nach der neuen Jeans sofort wieder vorbei ist? Der Urlaub zu schnell rum gegangen ist? Man den kurzen Kick sogar bereut?

Singen erschafft dieses Gefühl auch, vielleicht ein bisschen länger und mit Sicherheit gesünder und vollkommen umsonst als der Shoppingtrip oder der Schokoriegel, es entspannt und die Nachwirkungen sind noch länger zu spüren. Eigentlich ist aber völlig unerheblich, ob es nun das Singen ist oder irgendwas anderes auf diesem Planeten, Hauptsache man entdeckt sein „oben“ wieder!
Was ist für dich „oben“?
Was ruft bei dir Schlagwörter wie „Glück“ und „Befreiung“ oder „Stärke“ hervor?!

Es lohnt sich in jedem Fall, danach zu suchen, denn meist hält genau diese Entdeckung die herbeigesehnte Lebensveränderung bereit und man merkt auf einmal, dass man wieder da oder zumindest auf dem Weg ist!

Judy Garland hat es schon besungen: „Somewhere over the rainbow…!“

Leider kann man dieses Gefühl nicht irgendwie festhalten, aber der Körper merkt sich die Eckdaten, der Bauch merkt es sich und lenkt einen dahin, dass sich schnell wieder ein „Oben“ einstellt.
Da darf und kann man sicher sein.
Holt euch euer Oben zurück und wenn ihr es habt, zelebriert es in vollen Zügen!

Ich wünsche euch eine tolle Woche, wir sehen uns „oben“!

Euer Gerrit

 

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