21. Mai 2018 – Mallorca

Es ist Pfingsten und aus diesem Grund nutzen viele das verlängerte Wochenende, um ihre Akkus aufzufüllen und mal die Seele baumeln zu lassen. Auch ich tue das und lasse es mir in der zweiten Heimat gutgehen: Sonne, Meer, wenig Handy, keine Nachrichten, gute Musik, Lachen, viel Ruhe und gutes Essen.

Letzteres steht und stand bei mir immer hoch im Kurs, bereits als kleiner Junge war gutes Essen immer gern gesehen.

Essen ist Lebensfreude!

Ich liebe es, schönes und gesundes Essen zu mir zu nehmen, liebe es aber auch sehr, mal so richtig zu schlemmen und nicht unbedingt nur auf „gesund“ zu gucken, ABER gut muss es sein. 

Heißt aus guten Zutaten und lecker.

Nicht billig und voller Zusätze und mehr E-Stoffen Glutamat als echter Zutaten! 

Treffen „lecker“, „gut“ und „schön“ (es muss auch toll aussehen und darf nicht so lieblos aussehen!) aufeinander, dann esse ich es! Ansonsten nicht oder ich lasse es im Restaurant einfach zurückgehen. 

Beim Selbermachen achte ich stets darauf, dass diese Kriterien erfüllt sind, sonst ist es nix. Ob Frühstück oder Abendessen, Snack oder Mittag, ob Gäste oder nicht, ich möchte es so für mein Leben. Ich habe es verdient!

Ich dachte, es sei der perfekte Zeitpunkt über dieses Thema zu schreiben, denn als ich gestern morgen einen tollen Obstteller aus Honigmelone, Blaubeeren, Himbeeren und Wassermelone machen wollte, bemerkte ich sofort beim Probieren, dass mit letzterer Frucht etwas nicht stimmte. Der Geschmack. Weil sie so schön leuchtend rot aussah, stellte ich sie erst einmal hin, um nochmal zu testen. Leider war das aber ein totaler Fehltritt, denn sie schmeckte an jeder Stelle fad und muffig.

Mein Verantwortungsbewusstsein meldete sich natürlich bei mir und machte mir ein schlechtes Gewissen, denn ich war eigentlich sofort fest entschlossen, sie komplett wegzuwerfen. Natürlich dachte ich über den Preis nach, und darüber, wie andere sie jetzt einfach essen würden, froh wären, wenn…usw., ABER ich warf sie weg.

Warum erzähle ich das hier im Blog?!

Für mich steht die Melone für so viele grundlegende Überlegungen im Leben, dass sie einfach das perfekte Beispiel ist, um sein Denken zu überdenken.

Es kann doch nicht im Sinne des Erfinders sein, dass wir etwas essen, was uns nicht schmeckt, weil Erziehung und ein schlechtes Gewissen uns dazu bringen.

Es darf doch nicht sein, dass wir etwas machen, das uns widerstrebt und immer nach dem Motto „Augen zu und durch“ agieren und unser Empfinden übergehen! 

Und damit meine ich ja nicht, dass man auch mal etwas aushalten sollte oder sich Konsequenzen stellen muss. 

Ihr wisst, was ich meine…

Warum sollten wir das tun? Wem ist damit geholfen, dass ich beispielsweise die Melone aufesse? RICHTIG, NIEMANDEM!

Warum soll ich durchziehen, wenn es sich schlecht anfühlt, keinen Sinn hat und nicht zielführend ist?!

Es heißt ja nicht, dass ich mich nicht trotzdem verantwortungsbewusst mit dem Fakt auseinandersetze, das andere gar nichts zu essen haben oder das ausgegebene Geld vergesse.

Ganz und gar nicht, denn mein Gewissen hat sich ja schon gemeldet. Ich denke, aber…

Was ich mit diesem Melonen-Plädoyer klarmachen möchte ist, dass es um seine eigene Wertschätzung geht.

Ich verdiene es, in meinem Leben leckeres, gutes und schönes Essen zu mir zu nehmen. Es ist mir wichtig, eine gewissse Ästhetik in meinem Leben zu integrieren. Ich bin es mir wert, mich gesund, lecker, gut UND mit schön aussehenden Nahrungsmitteln zu ernähren. Das wiederum steht für so viel mehr. Wenn wir uns erlauben, selbst zu entscheiden, dass nur dieses oder jenes in meinen Körper gelangt, was das  – nenn ich es mal – “Casting” überstanden hat, dann wird sich auch unser Körper, unser Geist und unser Kopf nach und nach umstellen. Wir werden künftig sensibler für das, was wir wollen und was uns im wahrsten Sinne des Wortes in unserem Leben nicht „schmeckt“. 

Wir dürfen dann, wie jetzt an Pfingsten, aussuchen, was wir in unser Leben lassen, welche Menschen, welche Nachrichten, welches Essen, welche Vibes, welche Musik, Bücher, Filme und vor allem welches Gedankengut. Eben das, was unsere Akkus füllt: 

Wertschätzendes, Lebensbejahendes, Wohltuendes, Wachstumförderndes! Altes, überliefertes und verseuchtes Gedankengut, das uns immer wieder ein schlechtes Gewissen haben lässt und uns zurückholt, darf dann gehen und die menschlichen Lieferanten ebenfalls!

Wir haben die Wahl!

Aber nicht nur an einem verlängerten Feiertagswochenende, sondern immer!

Jeden Tag unseres Lebens und wir sollten uns für das Beste, für uns selbst entscheiden!

Bei der muffigen Melone geht es los und schon morgens nach dem Aufstehen treffe ich die ersten, meist unbewussten Entscheidungen. 

Der Grund, weshalb wir alle diese Tage frei haben ist, weil vor gut 2000 Jahren ein paar wenige Menschen in die Welt gezogen sind, die ein neues Gedankengut, ein gutes und positives, lebensbejahendes und wohlwollendes Gedankengut zu verkünden hatten. Sie wollten die Welt ein wenig besser machen. Angst und Gewissensbisse nehmen und es „anders“ machen. Glauben wir dem erfolgreichsten Buch der Welt, ist damals die erste christliche Gemeinde an Pfingsten geboren worden.

Augen auf beim Melonenkauf – es könnte dein Leben und manchmal sogar die Geschichte der ganzen Welt verändern!

Eine wohlschmeckende Woche für euch,

Euer Gerrit

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