15. September 2018
Über den Wolken zwischen München und Mallorca

Dieses Gefühl „oben“ zu sein – es ist großartig! Oben – dank der deutschen Lufthansa und dank des tollen Wetters – Sonnenstrahlen, blauer Himmel und kleine weiße Wolken!
Und dank eines wunderschönen Lebens, das uns jederzeit die Möglichkeit gibt, dieses „oben“ in jeglicher Form zu erleben!

Egal, ob durch gutes Essen, durch die Freiheit, das zu tun, was wir wollen, mit einem der anerkanntestes Reisepässe der Welt reisen zu dürfen, sein Leben so zu gestalten, wie man möchte, oder mit neuen aufregenden Plänen für die Zukunft. Ob durch das Singen oder Tanzen, Schlafen oder Spazierengehen, ob allein in der Ruhe oder im Kino mit Sound-Surround-System neben unseren Lieblingsmenschen – wir können unser „Oben“ gestalten.

Daran sollten wir alle kräftig arbeiten – jeden Tat! Funkstille und Momente des Innehaltens inklusive!
Denn: Wir brauchen die Ruhe vor dem Sturm oder wie es mir diese Woche anders formuliert begegnete:
Wir brauchen die Ebbe und die Flut!

Dieses Bild begleitet mich durch diesen Spätsommer, denn selbst wenn wir mit der gesamten Kraft der Flut nach vorne schnellen, wird irgendwann die Ebbe kommen.
Egal, wie hoch unsere Wellen schlagen – und wir sollten alles daran setzen, hohe Wellen zu produzieren, um unser Potenzial zu nutzen – die Ebbe kommt und auch sie hat eine ebensolche Kraft und bringt „Rückzug“.
„Rückzug“ um den erneuten „Triumphzug“ vorzubereiten. Wir müssen in die Ruhe gehen und dürfen uns sogar kurz darin verlieren, im Melancholie und eine Art „Schutzwelt“ abdriften. Wir dürfen und sollten uns erlauben, die traurigsten Balladen zu hören und Filme zu schauen, die uns emotional bewegen, um „abzutauchen“! Wir dürfen Strukturen vergessen, denken, grübeln, weinen, den „Sofatod sterben“ und uns einfach mal kurz gehenlassen. Wir dürfen uns für eine kurze Zeit vor der Welt verstecken, ihr entfliehen und „weglaufen“. Das alles, um Kraft zu tanken, die Ebbe zu leben und inhaltlich zu füllen, denn auch sie entwickelt eine riesige Kraft und ist die Vorbereitung für den nächsten Aufschlag!

Wichtig ist natürlich dabei, immer seine von mir so oft zitierte „Erste Hilfe-Kiste“ dabei zu haben, um aus dem Film wieder auszusteigen, wenn es Zeit ist. Man sollte sich nicht endlos in diese Phase fallen lassen, sondern bemerken und wissen, wann es Zeit ist, diesen Zug nun zu verlassen. Dieses Konstrukt erfordert Vorsorge – ein gutes Bauchgefühl und das Wissen um die Schönheit des Lebens und der schöpferischen Kraft des neuen Tages!

Manchmal ist es bei allem Schönen da draußen in der Welt einfach auch notwendig, in sich zu gehen, die Seele in unserem schnellen Alltag nachkommen zu lassen und sich Zeit für Emotionen zu nehmen und sie zu leben. Ebbe halt… Wir sorgen damit vor, nicht in die emotionale Abstumpfung zu geraten, in das emphatische Aus gedrückt zu werden und voller sortierter Gedanken in einen neuen Tag, eine neue Woche oder in ein neues Leben starten zu können.
„Ebbe und Flut“ – ich als Nordseekind hatte damit stets Berührungen, aber konnte der Ebbe logischerweise als Kind mit meinem Schwimmring um den Bauch nicht viel abverlangen. Ich war eher sauer. Als Erwachsener war hatte ich dann eher Angst vor „Ebbe“. Heute sehe ich die Gezeiten mit anderen Augen, denn ist das Wasser mal weg, kommen all die Sachen zum Vorschein, die im Sand stecken bleiben und für die Welt sichtbar werden sollen. Das kann also nur gut sein!
Manches möchte gesehen werden und kostbare Schätze und längst Vergessenes kann wieder auftauchen und zum Vorschein kommen und – so wie die Flut – einen Denkanstoß oder sogar einen Richtungswechsel zur Folge haben. Es kann auch das bereits Entschiedene nochmals untermauern. Was auch immer…?!

Wenn dann das Wasser mit voller Wucht und Energie zurückkehrt, geht es in die nächste Runde auf dem stetigen Weg in ein glücklicheres Leben, das gelebt werden will.

Also flutet eure neue Woche mit Musik, guten Gedanken, großartigen Plänen und genehmigt euch auch mal einen Schluck „Ebbe“!

Euer Gerrit

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